Willkommen bei Remde

Wenn sich Ebenen vor uns auftun, dann geht der Blick ja weit. Kein Hindernis; wie Wüste oder seichtes Wasser nehmen wir die vor uns liegende Zeit wahr. Wir verlieren nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Gewalt über uns, denn was kann schon passieren in dem Überschaubaren, was nicht absehbar ist. Von Weitem kündigt sich Übel und Fest an, und nach Laune kann man ausweichen oder mitschwimmen. Aber in all den glatten Flächen tun sich urplötzlich Treppen auf, denen wir weder ausweichen können, noch denen wir ansehen, ob ihre Stufen nach oben oder nach unten führen. Wir gehen schon die erste Stufe, ehe wir begriffen haben, dass nun eine neue Schicht aufgetragen wird. Es ist unentrinnbar, dieses, was wir Schicksal nennen, und es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass je weiter wir blicken können, umso überraschender sich diese Löcher im Jetzt aufstellen. So macht es einen Unterschied, ob ich immer offenen Auges unterwegs bin, oder ob ich in gewollter Dunkelheit dem Gefühl folge. Das begreifend können wir alle Pläne, die Kopf oder Herz schmieden, ins Feuer werfen und nun einer Stimme folgen, die ohne Sprache auskommt. Stufensteigen nicht mehr als Anstrengung wahrnehmen, sondern als Impuls, das verwandelt Last zu Kraft.